Ernährung nach Verletzung- Essentiell für die Genesung

Sich gesund zu ernähren, ist ein Gut für das Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit.

Doch Ernährung leistet einen noch weitaus größeren Beitrag:

Im Körper finden stetig Abbau-, Aufbau- und Umbauprozesse statt. Besonders deutlich wird dies bei Verletzungen oder nach Operationen. Der Körper beginnt sofort mit dem Heilungsprozess, auch als postaggressiver Stoffwechsel bezeichnet, was sich zunächst in der akuten Entzündungsphase ausdrückt. Diese dauert drei bis fünf Tage an, und ist durch Schwellung, Rötung, Erwärmung, Schmerz, und Funktionseinschränkung gekennzeichnet. Bereits hier und in der nachfolgenden sogenannten Proliferationsphase, in der der Körper Zellen anlagert, um sie dann mit den spezifischen Reizen in die Zelle umzuwandeln für die der Körper sie vorgesehen hatte, spielt die Ernährung eine besondere Rolle. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zu denen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren zählen, werden in Form von Nahrung aufgenommen.

Fettsäuren und ihr Beitrag zur Heilung

Sie sind Vorstufen von Gewebshormonen und somit an der Heilung beteiligt. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass beide Fettsäuren um beteiligte Enzyme konkurrieren. Omega 6 Fettsäuren, die in Sonnenblumenöl, Sesam, Getreideprodukten, Schwein, Geflügel und Ei vorkommen, sind entzündungsfördernd, fördern die Bildung von abbauenden Zellen und hemmen den Aufbau. Dies sind alles notwendige Schritte einer Heilung, schließlich müssen sogenannte Fresszellen verletztes Gewebe abtransportieren, um den über die Blutbahn gelieferten spezifischen Zellen Platz zu machen. Omega 3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend und fördern den Aufbau der Zellen. Hieraus wird deutlich, dass dieser Prozess wichtig ist um die Heilung fortschreiten zu lassen. Da diese Systeme konkurrieren, ist das Verhältnis der Aufnahme entscheidend. Wird im Verhältnis zu viel Omega 6 aufgenommen, unterstützt der Körper vermehrt den Abbau der Zellen in der akuten Entzündungsphase, der anschließende Aufbau wird dadurch verzögert und erschwert, die Heilung dauert länger.

(Foto Renate Dumreicher)

Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 ist entscheidend

Um die Heilung optimal zu unterstützen spielt das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 eine wichtige Rolle. Omega 3 kommt vor allem in Meeresfisch vor. Der Bedarf ist dabei durch den Verzehr von fettigem Meeresfisch drei mal pro Woche gedeckt. Zudem kann der Omega 3 Bedarf auch über Leinsamen oder Chiasamen sowie in Ölform durch Leinöl, Chiaöl,Walnussöl oder Walnüsse aufgenommen werden. Hierbei empfiehlt sich die Öle täglich kalt in Form von 1- 2 Esslöffeln unter die Nahrung zu mischen z.B. über das Gemüse oder den Salat, in den Quark, oder in Form von Lein/ Chiasamen das Müsli verfeinern.

Omega 3 Fettsäuren werden zudem weitere positive Eigenschaften zugeschrieben. Sie erhöhen beispielsweise den Grundumsatz, fördern die Regeneration, wirken entzündungshemmend, fördern die Blutgefäß- und Knochengesundheit, wirken blutdrucksenkend und blutverflüssigend und können somit auch bei anderen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

Weitere wichtige Bestandteile der Ernährung für die Heilung

Neben den mehrfach ungesättigten Fettsäuren spielen für den weiteren Heilungsverlauf auch Proteine, Ballaststoffe und Vitamine eine wichtige Rolle. Proteine, die in  Fleisch und Fischprodukten, aber auch in Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen), Nüssen, Samen und Kernen sowie in Ei und Milchprodukten vermehrt vorkommen, sind sogenannte Baustoffe für sämtliche Zellen, Organe und Gewebsstrukturen im Körper. Sie sind also nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch bei der Heilung von geschädigtem Gewebe notwendig.

Ballaststoffe wirken sich durch die Beeinflussung der Darmflora positiv auf das Immunsystem aus und unterstützen dadurch die körperliche Gesundheit. Vitamine steuern biochemische Abläufe als Bestandteil von Enzymen und Hormonen. Sie beugen oxidativen Stress vor. Als oxidativer Stress wird ein Zustand bezeichnet, in dem sogenannte freie Radikale, dies sind aggressive Atome die Nachbarzellen schädigen, vermehrt entstehen. Beispielsweise durch Stress, Rauchen oder extreme körperliche oder sportliche Belastung. Daher ist die Aufnahme von Vitaminen wichtig. Besonders Vitamin C, welches In Zitrusfrüchten, Kiwi, Johannisbeeren oder Paprika vorkommt, unterstützt die Gewebsheilung im besonderen Maße. Durch die Kombination aus Obst und Gemüse entsteht dabei ein besonders positives Zusammenspiel.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich also vor allem in Phasen einer Verletzung oder nach einer Operation, in denen der Körper vermehrt heilen muss, eine proteinreiche, ballaststoffreiche, vitaminreiche Ernährung mit einem ausgewogenen Verhältnis der mehrfach ungesättigten Fettsäuren positiv auf die Dauer des Heilungsprozesses auswirkt.

Möglichkeiten gesunde Rezepte und ein individuell an den Stoffwechsel abgestimmten Ernährungsplan zu erlangen, bieten dabei beispielsweise professionelle Ernährungsberatungen.

Zeitsparende Alternativen zum Selberkochen unterstützen zudem die Umsetzung der Ernährung durch gesunde, nachhaltige Mahlzeiten to go, wie zum Beispiel das von Personal Lifecoach Andrés Naujoks entwickelte „Busy Food“.

(Genauere Infos unter: https://www.blackandwhite-augsburg.de/firmenfitness/busy-food/ )

i.A. Für black & white personal training Natascha Bartel, Physiotherapeutin, Ernährungstrainerin

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.